Stanzpressen für die Fertigung von Metallstanzteilen

Stanzgrat richtig spezifizieren: Kantenanforderungen für Stanzteile

Ein Stanzteil kann maßhaltig sein und trotzdem in der Montage scheitern, wenn niemand festgelegt hat, welcher Stanzgrat an welcher Kante zulässig ist.

Stanzgrat sollte nicht pauschal als „gratfrei“ bestellt werden. Legen Sie Funktionskante, zulässige Materialabweichung, Gratrichtung, Lieferzustand und Prüfverfahren fest. DIN EN ISO 13715:2020-01 liefert dafür Regeln zur Kantenangabe; den konkreten Grenzwert müssen Besteller und Hersteller vereinbaren.

Dieser Leitfaden zeigt, welche Angaben in Zeichnung, Anfrage, Erstmusterprüfung und Serienüberwachung zusammenpassen müssen. So lässt sich vor der Bestellung klären, ob der Grat am Werkzeug begrenzt oder in einem nachgelagerten Arbeitsgang entfernt werden soll.

Stanzpressen für die Fertigung von Metallstanzteilen

Inhaltsverzeichnis

  1. Warum ist „gratfrei“ allein keine prüfbare Anforderung?
  2. Welche Kanten müssen zuerst als funktionskritisch markiert werden?
  3. Wie wird Stanzgrat in Zeichnung und Anfrage eindeutig beschrieben?
  4. Wodurch verändert sich der Stanzgrat in der Serie?
  5. Wann ist Werkzeugkorrektur sinnvoll, wann Entgraten?
  6. Welches Entgratverfahren passt zum Bauteil?
  7. Was gehört in Anfrage, Erstmusterprüfung und Serienüberwachung?
  8. Häufige Fragen

Warum ist „gratfrei“ allein keine prüfbare Anforderung?

Der Vermerk klingt eindeutig, lässt aber offen, was geprüft, gemessen und abgenommen werden soll.

Die Verfahrenswahl im Detail – Bürste, Gleitschleifen und lokale Bearbeitung – finden Sie in Stanzteile entgraten: Verfahrenswahl nach der Kantenangabe.

Eine belastbare Kantenanforderung nennt die betroffene Kante, den zulässigen Zustand, die erlaubte Richtung, den Prüfzustand und die Prüfmethode. Ohne diese Angaben können Besteller und Lieferant dasselbe Teil unterschiedlich bewerten, obwohl beide den Ausdruck „gratfrei“ verwenden.

Ich halte „gratfrei“ ohne weitere Definition für eine unvollständige Bestellangabe. Schon das Wort selbst kann drei verschiedene Erwartungen verdecken: keine scharfe Kante bei Handkontakt, kein störender Überstand in einer Montage oder eine geometrisch begrenzte Werkstückkante. Diese Erwartungen führen nicht automatisch zum gleichen Fertigungs- und Prüfergebnis.

Bei einer Abdeckung kann eine berührbare Kante sicher entschärft sein, obwohl unter Vergrößerung noch eine kleine Materialabweichung erkennbar bleibt. Bei einem Steckkontakt kann derselbe Zustand die Montage oder elektrische Funktion stören. An einer Dichtfläche können der Überstand und eine durch das Entgraten erzeugte Verrundung kritisch sein.

Die Zeichnung sollte deshalb nicht nur einen Wunsch formulieren. Sie muss festlegen, wo die Anforderung gilt und nach welchem Zustand das Teil beurteilt wird. Wer den Begriff ohne Messbezug verwendet, verlagert die Entscheidung in die Bemusterung oder, ungünstiger, in die Reklamation.

Welche Kanten müssen zuerst als funktionskritisch markiert werden?

Eine pauschale Vorgabe für alle Kanten erhöht den Aufwand und schützt die entscheidenden Stellen trotzdem nicht zuverlässig.

Markieren Sie zuerst Kanten mit Kontakt-, Montage-, Dicht-, Führungs-, Sicht- oder Beschichtungsfunktion. Für jede dieser Kanten lässt sich dann getrennt entscheiden, ob eine bestimmte Gratrichtung genügt, ob der Überstand begrenzt werden muss oder ob eine definierte Verrundung gefordert ist.

Stanzwerkzeug mit Stempel und Matrize

Ich würde vor jeder allgemeinen Kantennote eine einfache Funktionskarte erstellen. Sie muss keine neue CAD-Ebene sein. Eine markierte PDF-Zeichnung oder eine nummerierte Kantenliste reicht für die Anfrage oft aus, solange die Kennzeichnung eindeutig auf die Zeichnungsrevision verweist.

Bei berührbaren Außenkanten steht die Handhabung im Vordergrund. Bei Durchführungen für Kabel, Schläuche oder Dichtungen zählt, ob die Kante das Gegenstück beschädigen kann. Bei Steck-, Gleit- und Führungsflächen kann die Gratrichtung die Montagekraft oder die Bewegungsrichtung beeinflussen. Sichtflächen verlangen möglicherweise eine andere Behandlung als verdeckte Kanten. Beschichtete Teile brauchen zusätzlich eine Abstimmung, weil der Zustand vor der Beschichtung das Ergebnis nach der Beschichtung beeinflusst.

Eine vollständige Funktionskarte beantwortet für jede markierte Kante drei Fragen: Was berührt diese Kante? In welcher Richtung wird montiert oder belastet? Darf die Nachbearbeitung Material abtragen oder eine Rundung erzeugen? Erst danach lohnt sich die Diskussion über ein Entgratverfahren.

Allgemeine Maß-, Bezugs- und Messbedingungen behandelt der separate Leitfaden zu Toleranzen bei Stanzteilen ausführlicher. Die Kantenkarte ergänzt diese Angaben, sie ersetzt sie nicht.

Wie wird Stanzgrat in Zeichnung und Anfrage eindeutig beschrieben?

Eine Normreferenz hilft nur dann, wenn Zeichnung, Anfrage und Prüfplan dieselbe Kante und denselben Zustand meinen.

Die aktuelle DIN EN ISO 13715:2020-01 behandelt Angaben und Bemaßung für Kanten mit unbestimmter Gestalt. Verwenden Sie die normgerechte Kantenangabe aus der aktuellen Normausgabe und ergänzen Sie Bauteilzustand, Gratrichtung sowie Prüfvereinbarung.

Ich trenne dabei die Produktanforderung bewusst von der Fertigungsanweisung. Die Zeichnung beschreibt, welchen Zustand das gelieferte Teil haben muss. Der Lieferant entscheidet zusammen mit dem Besteller, ob dieser Zustand durch Werkzeugauslegung, Werkzeugpflege, Bürsten, Gleitschleifen oder einen anderen Prozess erreicht wird. Eine Vorschrift wie „trowalisieren“ ist noch kein vollständiges Abnahmekriterium.

Für die Anfrage sollten mindestens folgende Angaben zusammenstehen:

  • Zeichnungsnummer und Revision;
  • Werkstoffbezeichnung und Blechdicke;
  • markierte Funktionskante oder eindeutig definierte Kantengruppe;
  • zulässiger Kanten- oder Gratzustand nach der vereinbarten Normangabe;
  • geforderte Gratrichtung, wenn sie Montage oder Funktion beeinflusst;
  • Lieferzustand, etwa nach dem Stanzen, nach dem Entgraten oder nach einer Oberflächenbehandlung;
  • Messstelle, Messmethode und Einheit;
  • Umfang der Erstmuster- und Serienprüfung.

Die Norm ersetzt diese Abstimmung nicht. Sie stellt die Sprache für die Zeichnung bereit. Ein Lieferant kann nur dann belastbar kalkulieren und prüfen, wenn die konkrete Kante und der zulässige Zustand aus den Bestellunterlagen hervorgehen.

Wodurch verändert sich der Stanzgrat in der Serie?

Ein freigegebenes Muster beweist den Bauteilzustand zu diesem Zeitpunkt, aber nicht automatisch die Stabilität über die gesamte Serie.

Materialdicke, Schneidspalt im Verhältnis zur Dicke, Werkzeugverschleiß, Materialart, Werkzeugführung und Teilegeometrie beeinflussen die Schnittfläche. Diese Faktoren nennt auch der BVST-Fragenkatalog zur Stanz- und Umformtechnik. Deshalb braucht eine Serienanforderung einen Prüfpunkt und eine Reaktionsregel.

Der Schnitt entsteht nicht als ideale senkrechte Fläche. Einzug, Glattschnitt, Bruchzone und Schnittgrat gehören zum realen Trennvorgang. Wie stark die einzelnen Bereiche ausgeprägt sind, hängt von mehreren Prozessgrößen ab. Eine einzige allgemeine Prozentzahl für den Schneidspalt wäre hier unseriös, weil Werkstoff, Dicke, Kontur, Werkzeugzustand und gewünschtes Schnittbild zusammen betrachtet werden müssen.

Ich betrachte einen steigenden Stanzgrat als Prozesssignal, nicht nur als kosmetischen Fehler. Wenn der Grat im Verlauf der Serie zunimmt, sollte die Prüfung klären, ob sich Werkzeugzustand, Führung, Materialcharge oder eine andere relevante Bedingung verändert hat. Ein zusätzlicher Entgratschritt kann den sichtbaren Überstand entfernen, aber die Ursache im Schneidprozess bleibt davon unberührt.

Für die Serienüberwachung genügt daher keine Anweisung wie „bei Bedarf entgraten“. Der Prüfplan sollte festlegen, an welcher Kante geprüft wird, in welchem Teilezustand die Prüfung erfolgt, wie das Ergebnis dokumentiert wird und was bei einer Abweichung passiert. Die Reaktion kann Nachprüfung, Sperrung, Werkzeugkontrolle oder eine vereinbarte Nacharbeit sein. Welche Reaktion passt, hängt von der Funktion der Kante ab.

Die Auswahl und Pflege des Werkzeugs wird im Artikel Stanzwerkzeug auswählen: Einzelwerkzeug oder Folgeverbund? ausführlicher behandelt.

Wann ist Werkzeugkorrektur sinnvoll, wann Entgraten?

Ein zusätzlicher Arbeitsgang ist nicht automatisch die beste Antwort auf jede auffällige Kante.

Werkzeug- oder Prozesskorrektur ist naheliegend, wenn der Grat ungleichmäßig zunimmt oder aus einer veränderten Schnittbedingung entsteht. Entgraten ist sinnvoll, wenn der unvermeidbare Lieferzustand eine definierte Nachbearbeitung verlangt. Häufig braucht es eine Kombination aus stabiler Stanzung und kontrollierter Kantenbearbeitung.

Ich entscheide zuerst nach der Funktion, dann nach dem Verfahren. Eine Kante, die nur bei der Handhabung entschärft werden soll, stellt andere Anforderungen als eine Dichtkante oder eine Kontaktgeometrie. Der günstigste Prozess ist derjenige, der den vereinbarten Endzustand reproduzierbar erreicht, ohne wichtige Flächen oder Maße unnötig zu verändern.

Beobachtung oder Anforderung Zuerst prüfen Mögliche Route Vor Freigabe bestätigen
Grat nimmt während der Serie zu Werkzeugzustand, Führung, Material und Schneidbedingung Ursache korrigieren; Nacharbeit nur als abgestimmte Maßnahme Prüfstelle und Reaktionsgrenze
Gleichmäßiger Grat ist funktional unkritisch, Richtung aber wichtig Einbaurichtung und Werkzeugseite Gratrichtung konstruktiv festlegen Orientierung in Zeichnung und Verpackung
Berührbare Kante muss entschärft werden Kontaktbereich und erlaubte Verrundung Bürsten, Gleitschleifen oder geeignete mechanische Bearbeitung Referenzmuster und Lieferzustand
Lokale Funktionskante darf kaum verändert werden Schutzfläche, Maßbezug und Zugänglichkeit Gezielte Bearbeitung oder Prozessoptimierung Messmethode vor und nach Bearbeitung
Teil hat empfindliche Sicht- oder Beschichtungsflächen Kollisions-, Kratz- und Abtragsrisiko Musterlauf mit Schutzkonzept Oberfläche, Sauberkeit und Verpackung

Die Tabelle ist kein universeller Prozessplan. Sie trennt Ursachenprüfung, gewünschte Funktion und Freigabe. Genau diese drei Punkte sollten in der technischen Klärung dokumentiert werden.

Welches Entgratverfahren passt zum Bauteil?

Das Verfahren muss die kritische Kante erreichen, ohne das Teil an anderer Stelle unzulässig zu verändern.

Bürsten eignet sich für zugängliche Kanten und flächige Teile. Gleitschleifen bearbeitet viele erreichbare Kanten gleichzeitig, kann aber auch Kanten verrunden und Oberflächen beeinflussen. Gezielte mechanische oder manuelle Bearbeitung erreicht lokale Stellen, verlangt in der Serie jedoch eine klare Reproduzierbarkeitsprüfung.

Entgratmaschine für gestanzte Metallteile

Beim Bürsten wirken Werkzeug, Besatz, Vorschub und Bauteillage auf das Ergebnis. Das Verfahren kann bei ebenen oder gut zugänglichen Konturen praktisch sein. Bei stark wechselnder Gratbildung oder verdeckten Kanten ist ein gleichmäßiger Abtrag schwieriger. KEMPF weist außerdem darauf hin, dass abrasive Partikel und Bürstenabrieb berücksichtigt werden müssen.

Beim Gleitschleifen bewegen sich Werkstücke, Schleifkörper und Prozessmedium relativ zueinander. Das eignet sich für die gleichzeitige Bearbeitung vieler zugänglicher Kanten. Die Rösler Group beschreibt zugleich einen wichtigen Nebeneffekt: Das Verfahren verrundet Kanten in einem gewissen Maß. Bei dünnen, verhakungsgefährdeten oder oberflächenempfindlichen Teilen muss ein Musterlauf deshalb auch Verzug, Kontaktspuren, Maßänderung und Sauberkeit beurteilen.

Bei einer neuen Geometrie ist ein dokumentierter Versuch mit Originalwerkstoff und realem Ausgangsgrat sinnvoll. Ein einzelnes optisch gutes Teil reicht für die Freigabe nicht aus. Die Freigabe sollte festhalten, welche Kanten geprüft wurden, welchen Zustand die Teile vor dem Versuch hatten und welche Oberflächen nachher akzeptabel sind.

Gezielte mechanische Bearbeitung kann sinnvoll sein, wenn nur eine lokale Kante betroffen ist oder wenn Schüttgutverfahren Funktionsflächen gefährden. Manuelle Nacharbeit bleibt für Muster und kleine Mengen möglich, ist aber bei wiederkehrenden Serienanforderungen schwieriger gleichmäßig zu halten. Das Verfahren folgt dem Bauteil, nicht umgekehrt.

Was gehört in Anfrage, Erstmusterprüfung und Serienüberwachung?

Streitfälle entstehen oft schon in den Unterlagen, wenn Anfrage, Zeichnung und Prüfplan unterschiedliche Erwartungen enthalten.

Verwenden Sie dieselbe Kantenbezeichnung in Zeichnung, Anfrage, Angebot, Erstmusterbericht und Prüfplan. Ergänzen Sie Material, Dicke, Revision, Lieferzustand, Messstelle, Messmethode und Reaktion bei Abweichung. Ein freigegebenes Grenzmuster hilft nur, wenn seine Version und sein Geltungsbereich dokumentiert sind.

Prüfung eines Metallstanzteils mit Handmessmittel

Ein Erstmusterbericht ist nur dann eine klare Entscheidungsgrundlage, wenn er den geprüften Bauteilzustand nennt. Ein Messwert nach dem Stanzen ist nicht automatisch mit einem Wert nach dem Entgraten oder Beschichten vergleichbar. Auch die Messstelle muss wiederauffindbar sein; „Kante geprüft“ genügt bei mehreren Innen- und Außenkonturen nicht.

Für eine belastbare Anfrage können Sie diese Liste direkt verwenden:

  1. Zeichnung mit Nummer, Revision und eindeutig markierten Kanten senden.
  2. Werkstoff, Blechdicke, Jahresmenge und Losgrößen nennen.
  3. Funktion jeder kritischen Kante kurz beschreiben.
  4. Zulässigen Kantenzustand und Gratrichtung festlegen.
  5. Lieferzustand und nachfolgende Prozesse angeben.
  6. Messstelle, Messmethode, Erstmusterumfang und Serienprüfung vereinbaren.
  7. Empfindliche Sicht-, Kontakt-, Dicht- oder Beschichtungsflächen markieren.
  8. Verpackung und Teileorientierung nennen, wenn Kanten aneinander beschädigt werden können.

Der Lieferant sollte daraufhin den Stückpreis und den vereinbarten Lieferumfang nennen. Das Angebot sollte erkennen lassen, ob Entgraten enthalten ist, in welchem Zustand geprüft wird, welche Unterlagen geliefert werden und welche offenen Punkte vor Werkzeugfreigabe geklärt werden müssen. Der Leitfaden zur Auswahl von Stanzteile-Lieferanten ergänzt diese technische Liste um die Prüfung des Lieferanten selbst.

Wenn Sie eine neue Serie planen, senden Sie die vorbereitete Zeichnung und die Kantenliste zusammen. Auf der Seite Stanzteile – Fertigung finden Sie den passenden Fertigungsbereich; über Kontaktiere uns können Sie die Unterlagen für eine technische Prüfung einreichen.

Häufige Fragen

Wie hoch darf Stanzgrat bei Stanzteilen sein?

Für Stanzgrat bei Stanzteilen gibt es keinen einzigen Wert, der unabhängig von Werkstoff, Dicke, Kante und Funktion gilt. Der Besteller sollte den zulässigen Zustand in der Zeichnung vereinbaren und die Messstelle nennen. DIN EN ISO 13715:2020-01 liefert Regeln zur Kantenangabe, ersetzt aber nicht den bauteilspezifischen Grenzwert.

Auf welcher Seite entsteht Stanzgrat bei Stanzteilen?

Stanzgrat bei Stanzteilen hängt von der Schneidrichtung und der Anordnung von Stempel und Matrize ab. Die Gratseite muss deshalb bei unsymmetrischen oder montagekritischen Teilen ausdrücklich markiert werden. Zeichnung, Muster und Verpackungsorientierung sollten dieselbe Seite bezeichnen, damit der Lieferant die Richtung nicht aus einer Ansicht erraten muss.

Reicht der Hinweis „gratfrei“ für Stanzgrat bei Stanzteilen?

Der Hinweis „gratfrei“ reicht für Stanzgrat bei Stanzteilen nicht als vollständige Prüfvorgabe. Ergänzen Sie die betroffene Kante, den zulässigen Kanten- oder Grat-Zustand, die Richtung, den Lieferzustand sowie Messstelle und Messmethode. Erst diese Angaben machen Erstmusterbericht und Serienprüfung zwischen Besteller und Lieferant vergleichbar.

Welches Verfahren entfernt Stanzgrat bei Stanzteilen?

Stanzgrat bei Stanzteilen kann je nach Geometrie durch Bürsten, Gleitschleifen oder eine gezielte mechanische Bearbeitung entfernt werden. Gleitschleifen erreicht viele zugängliche Kanten gleichzeitig, verrundet sie jedoch ebenfalls. Vor der Serienfreigabe sollte ein Versuch mit Originalwerkstoff prüfen, ob Maße, Sichtflächen, Sauberkeit und empfindliche Funktionskanten erhalten bleiben.

Wie wird Stanzgrat bei Stanzteilen in der Serie geprüft?

Stanzgrat bei Stanzteilen wird in der Serie an vereinbarten Kanten und im festgelegten Lieferzustand geprüft. Der Prüfplan nennt Messstelle, Methode, Häufigkeit, Dokumentation und Reaktion bei Abweichung. Ein Wert nach dem Stanzen darf nicht ohne ausdrücklich festgelegten Prüfzustand mit einem Wert nach dem Entgraten oder Beschichten verglichen werden.

Welche Unterlagen sollten Sie jetzt senden?

Senden Sie Zeichnung, Revision, Werkstoff, Dicke, Mengenrahmen, markierte Funktionskanten und den gewünschten Lieferzustand in einem Paket. Ergänzen Sie die Prüfmethode oder kennzeichnen Sie sie als offenen Klärpunkt. Dann kann der Lieferant den Fertigungs- und Entgrataufwand kalkulieren, ohne eine unklare Forderung wie „gratfrei“ selbst auslegen zu müssen.